Kernspintomographie (MRT)

Unsere Praxis betreibt zwei Hochfeld-Kernspintomographen: Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch als Kernspintomographie bekannt, gehört zu den bildgebenden Verfahren. Dieses diagnostische Verfahren verwendet zur Bilderstellung im Gegensatz zur Computertomographie und zur Röntgenuntersuchung keine Röntgenstrahlung, sondern ein Magnetfeld. Das Verfahren bedient sich der Tatsache, dass sich Wasserstoffatome durch das Magnetfeld und durch Radiowellen beeinflussen lassen. Die Wasserstoffatome drehen sich dabei um sich selbst, wodurch ein kleines Magnetfeld entsteht. Die eingestrahlten Radiowellen stören die Ausrichtung dieser Wasserstoffatome. Nach Abschalten der Radiowellen kehren die Wasserstoffatome wieder in ihre Ausgangslage zurück, wobei sie selbst Radiowellen aussenden. Diese Signale werden von Spulen empfangen und in Bilder umgesetzt. So können Schnittbilder in beliebigen Ebenen angefertigt werden. Da die MRT Untersuchung es möglich macht, Weichteilgewebe gut zu unterscheiden, kann z.B. entzündetes Gewebe in seiner normalen Umgebung ausgezeichnet erkannt werden. Diese Untersuchungsform wird daher bei allen Erkrankungen angewendet, bei denen Veränderungen in den Weichteilen, also im Gehirn, in den Muskeln, den Bauchorganen etc., vermutet werden. So ist nicht nur eine Erstdiagnose möglich, sondern auch der genaue Krankheitsverlauf ist gut darstellbar.



Untersuchung

Für die Untersuchung ist es wichtig, alle metallischen Gegenstände (Schmuck, Piercings, Zahnersatz und magnetsensible Objekte, z.B. Bankkarten etc.) und auch die Kleidung abzulegen, da es sich um ein sehr starkes Magnetfeld handelt.

In manchen Fällen ist es notwendig, ein intravenöses Kontrastmittel zu injizieren. Die Untersuchung dauert je nachdem, welches Organ untersucht wird, wenige Minuten bis zu einer halben Stunde. Die Zugabe des Kontrastmittels ist für den Patienten schmerzfrei.

Im Falle einer Untersuchung der Bauchregion, geben wir Ihnen über einen Kopfhörer vor, wie und wann Sie atmen sollen, da Atembewegungen für die Bildgebung stören können.

Während der MRT-Untersuchung liegen Sie auf einer verschiebbaren Tischplatte. Sie werden dann soweit in die Untersuchungsröhre geschoben, bis sich die zu untersuchende Region in der Mitte des Ringmagneten befindet. Bei unserem neuen 3-Tesla-MRT ist die Röhre nicht mehr so beengend wie früher. Die Magnetröhre ist innen beleuchtet, belüftet und am Kopf- und Fußende offen. Während der Untersuchung vernehmen sie laute Klopfgeräusche. Damit Sie diese nicht so sehr wahrnehmen, können Sie von uns Ohrstöpsel oder Kopfhörer mit Musik bekommen.

Liegen Sie ganz ruhig in der Röhre und vermeiden Sie jegliche Art von Bewegung während der Untersuchung, da Bewegungen auf den Bildern Störungen verursachen und die Auswertung und somit die Befundung stark beeinträchtigt wird.



Neuerung

Wir verfügen in unserer Praxis über einen neuen Kernspintomographen mit herausragender Qualität – der MAGNETOM® Skyra. Die Vorteile liegen in der kompromisslosen Präzision und Bildqualität im Bereich des Skelettsystems, zentralen Nervensystems, Brust- und Prostatadiagnostik, allen Organsystemen, Herz- und Gefäßdiagnostik und der Ganzkörper- und Früherkennung.

Dieser MRT verfügt über den modernsten Magneten der Firma Siemens und eine besonders weite Öffnung von 70cm dank Open Bore-Designs.